Guatemala | am Anfang

32 Tage / 151 km / 72 Stunden Spanischunterricht

Route Guatemala

Route: Antigua Guatemala – Escuintla – Taxisco – Chiquimulilla – Ciudad Pedro de Alvarado (Grenze El Salvador)

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Unsere Zeit in in Antigua war wunderschön, schien ewig lange und ging doch soo schnell vorüber. Antigua, die alte Hauptstadt von Guatemala, steht unter Denkmalschutz. Sie hat einen ganz besonderen Charme, mit ihren gepflasterten Gassen und bunten Häusern und sitzt zwischen drei Vulkanen. Dort hatte sie aber oft kein leichtes leben. Sie wurde von Erdbeben erschüttert und von nahen Vulkanen bedroht. Einer davon, der Vulkan Agua hat die Stadt über die Jahrhunderte schon mehrmals zerstört und verwüstet.

Antigua Guatemala

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Wir hausten im sympatischen und sehr persönlichen kleinen Hotel mit dem Namen „place to stay“. Ausser uns wohnten hier noch acht Katzen, ein Hase (der sich auch für e

ine Katze hält), eine Schildkröte, mal mehr und mal weniger Gringos wie wir, sowie Raul und Fernando. Die beiden Brüder sorgen für Ordnung, kümmern sich um die kleinen und grossen Sorgen der Gäste und Tiere und sorgen nebenher noch für Unterhaltung und gute Gesellschaft. Wir kamen, sahen und blieben gerne! So wurden aus den geplanten zwei Wochen kurzweilige vier Wochen.

Blick vom Dach

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Unser Zimmer

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Die wartenden Drahtesel

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Daina mit Fierinho

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Chickenbuses

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Monster „Feria“ im nahen JocotenangoDSC02289_800x600

WochenendradausflugDSC02285_450x600

Wir drückten brav jeden Morgen fleissig für vier Stunden die Schulbank – obwohl von Bank hier keine Rede sein kann. Unser Schulzimmer war nämlich ein schöner, grüner Schul-Garten mit Plastikstühle und Sonnenschirmen. Hier lernten, schrieben, konjugierten und plapperten wir jeden Morgen von halb neun bis halb eins zusammen mit unserer fröhlichen Lehrerin Judith. Das Ganze ausschliesslich auf spanisch. Danach kam uns jeweils alles ein Bisschen spanisch vor und wir belohnten unsere geschundenen Gehirne mit bestem Essen im Markt.

Schule

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Pausenhunger

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Essen im Markt

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Nach vier Wochen in Antigua Guatemala wurde es langsam aber sicher Zeit für uns, Abschied von der kleinen Hotel-Familie zu nehmen, unsere Räder zu satteln und die Strassen Zentralamerikas unsicher zu machen. Und so schwangen wir uns am Montag, den 26. August zum ersten mal auf unsere voll bepackten Drahtesel um den langen Weg nach El Salvador in Angriff zu nehmen.

„Place to Stay“

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Unsere erste Etappe war kurz entlang der Küstenstrasse (Carretera Pacifico), vorwiegend abwärts und führte ums vom kühlen Antigua (ja, wir mussten jede Nacht auf unsere Schlafsäcke zurück greifen!) in die heisse Ebene von Escuintla. Hier wehte bereits ein anderer Wind. Plötzlich waren alle Läden vergittert und von der Apotheke über den Kleiderladen bis zur Imbissbude war alles schwer bewacht. Diese Tendenz verstärkte sich noch bei unseren nächsten beiden Übernachtungsstop vor der Grenze, wo wir jeweils eine billige Absteige suchten und auch fanden. Taxisco und Chiquimulilla waren kleine Westernstädtchen, so schien es uns wenigstens. Cowboyhüte und Cowboystiefel überall und in jedem dritten Gurt steckte eine Waffe, mit den passenden Ersatzmagazinen griffbereit – alles natürlich nur zum Schutze der Rinder. Aber insgesamt also eine ziemlich gute Stimmung, für uns aber etwas ungewohnt.

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Tagsüber fühlten wir uns jedoch überall sehr wohl und sich. Die Carretera Pacifico verlief zwar immer etwa 50 Km von der Küste entfernt, aber die paradiesisch grünen Landschaften, rollenden Hügel, endlosen Weiten und rauchenden Vulkane liessen uns dies auf der Stelle vergessen. Neben uns tummelten sich hier noch der eine oder andere Überlandlaster auf dem Weg nach El Salvador, Nicaragua oder Costa Rica. Da die Strasse aber eine kleinen Trottoir-ähnlichen Seitenstreifen hat fuhr es sich da ziemlich entspannt und die Windstösse der dahin bretternden Lastwagen waren beinahe schon angenehm kühlend.

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Die Hitze erreichte teils schon um elf um die 46°, Lastwagenkühlung hin oder her. Zum Radfahren einfach zu heiss!! So mussten wir bereits nach der zweiten Etappe umdenken und seither findet man uns schon kurz nach sechs Uhr morgens auf der Strasse. Denn wie schön entspannt strampelt es sich in der kühlen Morgenluft! Und wird es dann doch etwas heiss, bietet dies immer wieder einen willkommenen Grund für einen Abtropf- und Erfrischungsstopp und etwas Konversationsübung mit denn meist sehr freundlichen Einheimischen. Denn wo bekommt man schon von der Polizei Trinkwasser ausgehändigt?

Tienda am Strassenrand – Bier und Schnaps gibts hier auch..

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So fanden wir nach und nach heraus was wie am besten läuft. Dazu gehört auch, dass wir seit dem 3 Tag getauschten Rädern fahren um Dainas anfänglichen Knieproblemen (erfolgreich) entgegenzuwirken. Auf diese Weise erreichten wir gegen Mittag unseres vierten ‚Radtags‘ die Grenze zu El Salvador bei Pedro de Alvarado, welche wir auch problemlos und unbürokratisch passieren konnten. Genau der richtige Zeitpunkt um Daina über die angeblichen Gefahren des eben zurückgelegten Teils der guatemaltekischen ‚Carretera Pacifico‘ (trotzallem aber die sicherste Routenwahl!) zu informieren.

Galerie in gross:

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